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Was ist Facebook wirklich wert?

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Was ist Facebook wirklich wert?

24. Mai 2012 10:04 4 Kommentare

Der Börsengang von Facebook löste in den vergangenen Tagen heftige Diskussionen hinsichtlich der Unternehmensbewertung aus.

Facebook, ein Unternehmen das gerade einmal 8 Jahre alt ist und außer fremdem geistigem Eigentum nichts produziert, ist mittlerweile mehr wert als Lufthansa, Deutsche Bank und BMW zusammen. Um es noch deutlicher zu machen: Facebook ist auch mehr wert als Siemens, mehr wert als die Volkswagen AG. Die Marktkapitalisierung der beiden Riesenkonzerne macht jeweils etwa die Hälfte von FB aus.

Die Siemens AG baut mit ihren 400.000 Mitarbeitern weltweit

  • Atomkraftwerke
  • U-Bahnen
  • Fabriken
  • Flughäfen
  • rüstet Spitäler aus
  • baut Wasserkraftwerke
  • Bahnnetze
  • Stromnetze
  • erzeugt Rüstungsgüter
  • und macht rund 90 Mrd. $ Umsatz.

Zur Volkswagen AG mit 500.000 Mitarbeitern weltweit gehören die Marken

  • Audi
  • VW
  • Seat
  • Skoda
  • Lamborghini
  • Bugatti
  • Ducati
  • MAN
  • Scania
  • Porsche
  • und Bentley
  • die zusammen für einen Konzernumsatz von 200 Mrd. $ sorgen.

Mehr wert statt Mehrwert?

Facebook hingegen hat immerhin

  • eine Website
  • weltweit 3.500 Mitarbeiter
  • erwirtschaftete 2011 einen Umsatz von 3,711 Mrd. $,
  • woraus ein Gewinn von 1 Mrd. $ nach Steuern generiert wurde.

Das sollte Anlass genug sein, die Frage der Wertfindung intensiver zu untersuchen. Alle notwendigen Zahlen dazu findet man im Börseprospekt der SEC.

Das Geschäftsmodell von Facebook ist relativ simpel: Einerseits werden Entwickler angesprochen, die Spiele und andere Apps über die Plattform kostenpflichtig vertreiben, wobei der Zahlungsverkehr gebührenpflichtig über Facebook abgewickelt wird. Andererseits werden Werbeeinnahmen durch klassischen Web-Anzeigenverkauf generiert. Den Löwenanteil (82%) machen diese Werbeeinnahmen aus. Allerdings mit rückläufigem Trend: 2009 waren noch 98% des Umsatzes den Marketingaktivitäten zuzuordnen.

How much is the fish?

Der Unternehmenswert von Facebook ist über die Jahre rasant gewachsen:

  • 2006 klopfte Yahoo an die Tür und wollte das Unternehmen um 1 Mrd. $ erwerben. Zuckerberg lehnte ab.
  • 2007 erkannte auch Microsoft das Potential und kaufte sich mit 240 Mio. $ ein. Umgelegt auf das gesamte Unternehmen entsprach das einem Wert von 15 Mrd. $.
  • Im Jänner 2011 musste Goldman Sachs für seine Anteile schon 1,5 Mrd. $ hinlegen. Das Unternehmen war zu diesem Zeitpunkt bereits 50 Mrd. $ wert.
  • Seit 18.05. 2012 wissen wir, dass Facebook 104 Mrd. $ schwer ist – nur warum kann keiner so richtig beantworten.

Im Vergleich dazu die Umsatz-Entwicklung:

  • 2007: 153 Mio. $
  • 2008: 272 Mio. $
  • 2009: 777 Mio. $
  • 2010: 1,974 Mrd. $
  • 2011: 3,711 Mrd. $

Ist die Ertragslage von Facebook also so gut, dass sie den Unternehmenswert rechtfertigt? Nein: Die Verzinsung entspricht in etwa einem Prozent – nicht gerade berauschend. Der Umsatz hat sich in den letzten fünf Jahren zwar verzwanzigfacht, bleibt im Vergleich zum Unternehmenswert aber dennoch lächerlich niedrig. Aber wie lässt sich dann dieser enorm hohe Wertansatz erklären?

Die klassische Unternehmensbewertung hilft uns dabei nicht weiter. Generell sind $ 104 Milliarden Dollar schwer zu fassen. Für viele Investoren geht es offensichtlich um das zukünftige Potential, den direkten Zugang zu einer Milliarde Menschen über ein Medium. Facebook hat derzeit 901 Millionen monatlich aktive Mitglieder, mehr als die Hälfte davon ist täglich aktiv.

Freunde: das Wertvollste auf der Welt

Damit ist Facebook das größte Marktforschungsinstitut der Welt. Jeder Klick, jede Eingabe und Aktivität wird ausgewertet und für statistische Zwecke genutzt. Das Datenmaterial wird in Folge für zielgruppenoptimierte Werbung verwendet: immerhin ein 588-Milliarden-$-Markt. Nicht mehr das Unternehmen, seine Patente, Produkte und Niederlassungen sind wertbestimmend: der Zugang zu den Daten der User ist es.

Kein anderes Unternehmen hat es geschafft, dass Menschen kostenlos so viele Informationen über ihr Privatleben preisgeben: Facebook lockt seine User in ein vollüberwachtes Labor für Verhaltensforschung. Gerüchteweise werden selbst nach dem Ausloggen noch Infos verwertet. Das ist das Geheimnis und macht den Erfolg des Unternehmens aus: Brot und Spiele.

Facebook hat erkannt, dass der Drang nach Selbstinszenierung stärker ist, als das Bedürfnis nach Datenschutz – das Hausmeister-Gen wird stärker gehandelt als Privatsphäre. Würde das Unternehmen direkt auf die zahllosen User zugehen und fragen: „Wie viel muss ich dir zahlen, damit du mir dein Surfverhalten, deine Kaufgewohnheiten und dein soziales Umfeld offenlegst?“ so würde die Antwort mit Sicherheit nicht „ach ich bin da nicht so – bekommst du gratis!“ lauten. Facebook hat es geschafft diese Informationen kostenlos zu erhalten. Und das ist offensichtlich viel Geld wert.

Wer den Marktwert seiner eigenen Privatsphäre kennen möchte, kann ihn sich übrigens mittlerweile errechnen lassen: https://goprivate.abine.com/

Am Ende bleibt trotzdem die Angst, dass die Blase platzt und wir alle eben letztlich doch nicht so wertvoll waren.


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4 Kommentare

  • Ich glaube, dass Viele auch durchaus gerne daran glauben möchten, dass diese Blase bald platzen möge. Der spekulative Wert von Facebook ist einfach zu absurd hoch um noch im Rahmen einer vernünftigen Welt bleiben zu können. So etwas muss einfach implodieren.

  • Jürgen Sykora

    Kurzes Update: Mittlerweile ist die Facebook-Aktie auf USD 21,20 gefallen. Nun laufen die Sperrfristen der Mitarbeiter und Langzeit-Eigner aus.

  • Ein wirklich sehr interessantes Thema. Die Thematik der Unternehmensbewertung wird beinahe in allen Finanzbereichen gebraucht. Je nach Anlass muss dabei differenziert werden. Der Anlass ist relevant für den Zweck, aus welchem wieder die Funktion abgeleitet wird. Je nach Funktion wird dann das Bewertungsverfahren ausgewählt, welches schlussendlich für den Unternehmenswert verantwortlich ist. Der Unternehmenswert ist jedoch nicht gleich der Unternehmenspreis!
    Facebook war / ist eine Besonderheit der Unternehmensbewertung. Aufgrund des immensen Wachstums und der Innovationskraft sind „alte“ Methoden der Unternehmensbewertung nicht anwendbar. Das Ziel des IPOs war es einen möglichst hohen Preis zu erzielen, was auch gelang. Damals war es ein „objektiver“ Preis, auch wenn dies zu hinterfragen ist, da der Primebroker angeblich unzählige Aktien am ersten Handelstag aufkaufen musste! Nach und nach spiegelt der Aktienkurs jetzt den wirklichen Unternehmenswert /-preis wider!

  • Christian Schöller

    Kurzes Update: Mittlerweile ist die Facebook-Aktie auf USD 120 gestiegen und 350 Milliarden USD wert.

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