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Roche & Böhmermann: Implosion eines Konzepts

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Roche & Böhmermann: Implosion eines Konzepts

10. September 2012 20:56 1 Kommentar

Vor zirka einem halben Jahr sah ich zum ersten Mal »Roche & Böhmermann«, eine damals neue Talkshow auf ZDF Kultur. So eine, die eben nicht einfach nur eine weitere Talkshow sein möchte, sondern eben ganz anders.

Dabei lassen sich die Moderatoren Charlotte Roche und Jan Böhmermann ständig in die Karten schauen. Was anfangs einen spannenden Mehrwert und Möglichkeiten für ganz witzigen Aktionismus bot, sorgt jetzt – 2. Staffel – dafür, dass die Zuseher 1. Reihe fußfrei bei der Implosion von Konzept und Moderatoren zusehen.

Zigaretten, Alkohol & Vorsätze

Sie hatten sich so viel vorgenommen. Jan Böhmermann, ein Harald-Schmidt-Sidekick, und seine Co-Moderatorin Charlotte Roche (die Böhmermann als »Bumsbuchautorin« bezeichnet) wollten irgendwie alles richtig machen. Und neu. Und alt! Also neue Sendung, neues Konzept – nein: viele neue Konzepte! – aber altes Setting und so. Wie Instagram!

Es sollte aussehen, wie in einer Fernsehrunde in den 60ern: mit spärlicher Kulisse, 5 Gästen rund um einen Tisch, mit Zigaretten und Alkohol. Wisst schon, cool und gegen den Mainstream und so, aber auf alt, schon mit Stil und so!

Alle Sendungen im Archiv von ZDF Kultur

Anfangs mochte ich ja einiges an der Sendung. Man griff dort Leute mit fragwürdigem Œuvre (wie Unterschichten-Talkerin Britt) ein wenig härter an, als man es gewohnt war und nahm sich heraus, die Gäste mit TV-technischer Willkür zu irritieren.

»Einfach nur geisteskrank.«

Verlief ein Interview nicht zu Gunsten von Böhmermann, wies er die Regie zum Entsetzen aller an, einfach nochmal von vorne zu beginnen. Die Gäste wussten nicht, dass die Zuseher auch diesen Teil mitbekamen. Sido meinte daraufhin, Böhmermann wäre »einfach nur geisteskrank«.

Grandiose Einspieler, nervige Hipster-Ironie

Das Problem: das wollte auf Dauer alles nie wirklich funktionieren. Abgesehen von grandiosen Einspielern, die Böhmermann für jeden Gast vorab produzierte, funktionierte eigentlich kaum etwas. Wahrscheinlich schon für erfahrene und talentierte Moderatoren schwierig, sind fünf Gäste einfach zu viel für die beiden, die regelmäßig in post-professioneller Distanz zu sich selbst und mit nerviger Hipster-Ironie darauf hinweisen, wie sehr sie das alles nicht beherrschen.

Das hatte in der 1. Staffel ja noch einen gewissen Charme: Am Ende jeder Sendung sitzen die beiden Moderatoren noch alleine am Tisch und reden über die Sendung. Und zwar meist in Bezug darauf, was schief gegangen ist. Ich fand das zu Beginn irgendwie sympathisch. Mal ein bisschen mit denen draufkommen, welchen Regeln so eine Interviewrunde unterworfen ist, was funktioniert und was nicht.

Alles durchprobiert, nichts funktioniert

Aber es half wenig. Sie haben einfach alles durchprobiert: vom Essen servieren (funktioniert nicht, weiß man jetzt) übers kollektive Viagra-nehmen (funktioniert nicht, weiß Böhmermann jetzt, der letztentlich in einem traurig anzusehenden Akt als einziger dazu bereit war, seinen Aktionismus mitzumachen) bis hin zum Fertigmachen eines Gastes (funktioniert nicht, weiß Böhmermann jetzt, wenn man weniger Eier in der Hose hat und schlechter vorbereitet ist als das Opfer Britt Hagedorn).

Roche & Böhmermann waren nach den Sendungen immer ein wenig entäuscht. So viel hätten sie eigentlich fragen wollen – nur kam ihnen da irgendwie immer etwas dazwischen.

ADS, Aktionismus & Moral

Mal war es ihre Unfähigkeit, ein Gespräch länger als zwei Sätze lang zu führen, ohne vergessen zu haben, was sie eigentlich fragen wollten. Mal war es ihr Moralismus, der sich bei Themen wie Atomstrom oder Globalisierung bleiern über ansich viel versprechende Gästerunden legte. Und zu guter Letzt, in der aktuellen Folge vom 09. September, war es dann nicht weniger als der komplette Zerfall des Sendungskonzeptes:

Der Zerfall

Wie üblich reihten sich lähmend-ziellose Sequenzen an nervös umherspringende Interviewfetzen. Kaum hatte man das Gefühl, jemand wolle etwas Substanzielles sagen, wurde das durch eine abrupte Überleitung zu einem der anderen Gäste vereitelt.

Ferris MC klinkte sich recht früh aus dem Gespräch aus und meinte, er täte sich schon als Zuseher schwer mit der Show. Als ihn Roche fragte, wieso er eigentlich hier sei, meinte er, das müsse sie doch wissen, schließlich hätte sie ihn eingeladen. Argumentatorisch derart hinterhältig in die Ecke gedrängt, konterte Roche, die Bumsbuchautorin, sie wolle mit ihm schlafen. Reife Leistung.

»… oder wolltest du nicht mehr wissen?«

Dann ging alles – durchaus sehenswert – den Bach runter. Nachdem Böhmermann wieder eine zu kurze Aufmerksamkeitsspanne hatte, um mit Ferris einen dritten Satz über seine Arbeit zu sprechen, packt ihn dieser an der Schulter, dreht ihn von Jennifer Weist weg und fragt, ob er gelangweilt von ihm sei, oder ob er einfach nicht mehr wissen wollte.

Plötzlich möchte Roche mit Max Herre reden (Ferris’ Einwand blieb folgenlos und war bereits wieder vergessen).

Mag sein, dass Herre ihr in diesem Moment immer noch ein wenig krumm nimmt, dass sie kurz zuvor gemeint hatte, es wäre bei ihnen immer so, dass man sich über »die größte Scheiße, die der Gast jemals gemacht habe« lustig mache – und dabei über seine Ex-Ehe inklusive zweier Kinder sprach.

2 x 30 Sekunden Vorbereitung

Wie um die Wogen zu glätten, fragt Roche Herre daher, warum seine Texte heute so viel schlechter wären als früher, was Böhmermann dazu bringt, sich für seine Sendung zu entschuldigen. Herre braucht nicht länger als 20 Sekunden um rauszufinden, dass Roche das Album, von dem sie spricht, überhaupt nicht gehört hat und nur 2 x 30 Sekunden daraus aus dem Fernsehen kennt. Sie wird später sagen, dass sich Talkshowmaster doch alle nicht vorbereiten.

Herre fragt sie darauf, was genau sie an den Texten schlecht fände, sie solle konkret werden, dann könne man auch konkret darüber reden. Das wiederum möchte Roche nicht, weil sie die Texte ja nicht kenne. Außerdem ginge es nicht darum, dass er Texte schreibe, die ihr – Roche – gefallen. Herre darauf, berechtigterweise: »Aber du beurteilst das doch gerade und stellst mir die Frage?!«

Schleimige Promo-Gespräche

Als Roche dann auf die Frage von Jennifer Weist, was sie denn von ihren Texten halte, antwortet, sie kenne ihre Arbeit so gut wie überhaupt gar nicht, tut Böhmermann die ganze Sendung nur noch »total leid«. Der Mann geniert sich sichtlich für seine Kollegin.

Roche rechtfertigt sich schließlich damit, dass sie die Platten ihrer Gäste nicht höre, um nicht in »schleimige Promo-Gespräche« zu verfallen. Was ihr offensichtlich nicht klar sein dürfte: dass sie ohne Kenntnis halt auch keine (vermeintlich) kritischen Fragen stellen kann.

»Ich bleibe nicht länger als nötig.«

Dann geht es den Kern: Max Herre fragt, ob es das Konzept dieser Sendung wäre, einfach irgendwelche provokanten Fragen in die Runde zu werfen, um zu sehen, ob jemand anbeißt.

Roche: »Also, das ist EIN Konzept … es gibt ja … also das ist ja nicht das einzige Konzept …«
Herre: »Ich finde dieses Konzept scheiße.«
Jennifer Weist: »Ich finde auch, man kann sich vorbereiten und TROTZDEM gute Fragen stellen.«
Ferris MC: »Sag ich ja, noch nicht mal wenn man dabei ist, kann man diese Sendung ertragen. [...] Also ich bleibe nicht länger als nötig.«
Herre: geht.

»Man kann ja auch lustig antworten!«

Im Abspann-Gespräch zwischen Böhmermann und Roche meint Letztere dann, sie finge ja auch nicht zu heulen an, wenn jemand etwas Schlechtes über ihre Bücher sage. Und überhaupt hätte Herre auf ihre unfundierte Fundamentalkritik auch lustig antworten können, dann wäre die Situation viel leichter gewesen! Als wäre es seine Aufgabe, es Roche in ihrer aggressiven Inkompetenz auch noch so angenehm wie möglich zu machen.

In diesem Moment hat Böhmermann offensichtlich gemerkt, mit wem er da seine Sendung moderiert. Sieht zumindest so aus auf Video.


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1 Kommentar

  • Sehr treffende Stellungnahme, ich war ein Fan von der Sendung, aber was die Roche da gebracht hat ist nur INFANTIL und ohne jede Selbstreflextion.

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