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Anarchie im Klanglabor

17. April 2012 21:56 1 Kommentar

Album-Rezension „Breton – Other People’s Problems“: Das britische Electro-Quartett schabt Musikversatz aus dem Unbewussten und zimmert einnehmende Klangcollagen daraus. Es ist ihre Stunde. Und ihr Debütalbum.

Purer psychischer Automatismus – so hat der französische Dichter und Schriftsteller André Breton im Paris der 1920er Jahre die Essenz des Surrealismus godfather-like auf den Punkt gebracht. Eine Kampfansage an den Realismus in seiner sozialen Borniertheit, der hinter die Vorhänge der menschlichen Logik blickt, Löcher rein schneidet, um das Phantastische durchschimmern zu lassen.

Die Erinnerungsfetzen unserer Träume, die wahrgenommenen Gefühle sind es, die uns Quelle der Inspiration und des Schaffens sind.

Chère imagination, ce que j’aime surtout en toi, c’est que tu ne pardonnes pas. [André Breton]

(Teure Phantasie, was ich mehr als alles an dir liebe, ist, dass du nicht verzeihen kannst.)

Doch soll es hier nur in zweiter Linie um den Surrealisten Breton gehen. Die erste Linie zeichnet den Schriftzug eines Londoner Multimedia-Kollektivs, das seinen geistigen Vater im eigenen Namen aufleben lässt – Breton.

Filmisches Schweigen

Ihre frühe Liebe galt selbst produzierten Independent-Kurzfilmen, die Award-Shows immer wieder als Sieger verließen.
Nach einem Auftragsvideo für Tricky und Remix-Arbeiten für Esben and the Witch – die Hexenbeschwörer aus Brighton – Penguin Prison aus New York oder die australischen The Temper Trap, war es schließlich auch für die Jungs von Breton an der Zeit, ihr Konzept auszuweiten und den Sprung ins Musikbiz als physische Band zu wagen. Das war 2010.

Zwei EPs im Do-it-yourself-Verfahren und eine weitere unter der Feder von Hemlock Recordings hat es gedauert, bis nun das erste reguläre Album erschienen ist. Diesmal mit einem Plattenvertrag von Fat Cat Records unterm Arm und damit in illustrer Runde mit Labelkollegen wie Sigur Rós, Animal Collective oder The Twilight Sad.

Das Labor

Kreatives Zentrum von Bretons Schaffen sind die „bretonLABS“ – ihre Headquarters in einer aufgelassenen Bankfiliale im Südosten Londons. Man kann es als ihre Traumfabrik bezeichnen, wo im Fundus der Phantasie nach Gefühlsspuren gewühlt wird – um diese in ein Klangbild zu stecken, das sich schwer in Worte fassen lässt. Denn der Breton’sche Sound entspricht einem Puzzle, das Stück für Stück aus den unterschiedlichsten Ecken zusammengetragen wird. Genres überwerfen sich wie in einer Hochblüte des Bastardentums. Düstere, sternstaubige Synths bohren sich durch dröhnende Gitarrenwände mit Dubstep-Sprenkeln. Kratziges Rauschen wird von mächtigen HipHop-Beats und Störgeräuschen durchbrochen. Electronica galore sowieso.

Probleme sind anders

Das Intro von „Pacemaker“ etwa könnte auch aus der verrauchten Schmiede des Wu-Tang Clans stammen. „2 Years“ schleicht mit ziemlich zurückgedrehten Break-Beats auf halber Geschwindigkeit.

„Ghost Note“ setzt auf dröhnende Synth-Wände, die sich wie Südlondoner Plattenbauten bedrohlich am Horizont aufbäumen und würde damit auch gut bei einem Squatter Rave kommen.

In „Interference“ und „Wood and Plastic“ lassen Breton dann ihre Liebe für Filmscores aufflammen, verweben cineastisch-anmutende Arrangements mit dem treibenden Dance-Rhythmus und zeigen dabei, dass Massive Attack sicher nicht in der zweiten Reihe der Plattensammlung gestanden sind.

Die stärksten Momente hat „Other People’s Problems“, wenn das Spiel mit der Unvorhersehbarkeit in hoher Präzision ausgeführt wird und die Vielfalt der Klänge dann zu einem auditiven Sabbern verleitet. Das bereits erwähnte „Ghost Note“ gehört da genauso dazu, wie auch „Edward the Confessor“, das der karibischen Calypso-Steelpan über elektronische Kanäle neues Leben einzuhauchen scheint und gleichzeitig mit R2D2-Computergeblubber untermalt.

Mit den Augen hören

Bretons Songs tragen die Melancholie der Stadt in sich, hin und wieder blitzt die Erinnerung an die letzte Wochenend-Party durch. Nicht oft wirft Musik derartig scharf gezeichnete Bilder auf die Leinwand des Unterbewusstseins. Funktioniert in diesem Fall ganz großartig. Und auch Breton selbst liefern in ihren Live-Shows das Bild zum Ton. Die Allianz aus Sound und Visuals tritt dabei in den Vordergrund, macht den Musiker zu einem ausführenden Diener, der schemenhaft im Schatten von Rhythmus und Projektion wiegt.

„Other People’s Problems“ geht seinen eigenen Weg durch einen urbanen Betongarten, durch dessen Ritzen immer wieder neue Verästelungen dringen und einen ins Taumeln bringen. Doch zum Stolpern ist es noch viel zu früh. Nur weiter. Es ist großartig so.


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1 Kommentar

  • One of my ex-workmates got me hooked onto Coldplay motnhs and motnhs ago and my flatmate gave me the latest album for Christmas It is a very relaxing and enjoyable album, isn’t it?! I always like having it playing in my car! :o )

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