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Pink Slime: Eat that, consumers!

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Pink Slime: Eat that, consumers!

11. Mai 2012 12:39 4 Kommentare

Vor einiger Zeit bemerkte die amerikanische Öffentlichkeit, dass 50-70% ihres Burger Beefs mit einer Substanz gestreckt wird, die von der Lebensmittelindustrie »lean finely textured beef« genannt wird. Das »fein strukutrierte Rindfleisch« sollte den Amerikanern als »Pink Slime« im Gedächtnis bleiben.

Dass dieses Abfallprodukt nun großteils aus den Regalen verschwindet, wird als Jobkiller und PR-Debakel gewertet. Man hätte den Menschen anders verkaufen sollen, dass dieser Mist genau das Richtige für sie ist.

Seperatorenfleisch

Dieser Begriff war der Anfang vom Ende für ein Produkt, das in der EU verboten ist. Nicht weil es irgendwie ekelig ist, Schlachtabfälle und industriell-mechanisch vom Knochen getrennte Fleischreste in Pastenform zu bringen um sie dann mit gelöstem Ammoniak gegen Bakterien zu imprägnieren. In der EU ist »Seperatorenfleisch«, wie es hierzulande genannt wird (2000 nominiert als Unwort des Jahres), aus einem anderen Grund verboten: weil nicht ausgeschlossen werden kann, dass durch maschinelle Verarbeitung der Schlachtabfälle Nervengewebe, Knochenreste und Rückenmarksteile in die Weiterverarbeitung gelangen und somit ein gewisses BSE-Risiko besteht.

Yummie

Kurz nachdem dieses Premium-Produkt für die (Fleisch-)Massen hierzulande verboten wurde, beschäftigte sich das US-Landwirtschaftsministerium mit einer Anfrage der Fleischindustrie, die ihr bisher nur Haustieren und Fett-Herstellern zugängliches »fein strukturiertes Rindfleisch« menschlichen Konsumenten nicht länger vorenthalten wollte. Das Ministerium gab sein Okay, ein Mitarbeiter fand das abstoßend und benutzte in einer internen E-Mail, die schließlich 2009 von der New York Times veröffentlicht wurde, den Begriff »Pink Slime«. Der blieb.

Als dann Jamie Oliver in seiner TV-Sendung demonstrierte, wie der Fleischbrei hergestellt wird, sprang die Social Media Maschinerie an.

Und da sich US-News-Sender bei ihrer Informationsbeschaffung großteils auf Twitter verlassen, stießen selbst diese bald auf das Thema. Als die Tweets nicht aufhörten, erkannten sie, dass es wohl irgendwie wichtig sein müsse.

Angewidert

Plötzlich waren alle angewidert: die Supermarktketten, die so etwas sicher nicht mehr verkaufen wollten. Die Fast-Food-Ketten, die umgehend, nach sieben-acht Jahren, nichts mehr damit zu tun haben wollten.

Und die Republikaner. Die waren angewidert von der Verantwortungslosigkeit der Menschen. Dass diese – wie ein pubertierendes Kind! – plötzlich nicht mehr bereit waren, den PR-Sprech-Ausdruck »lean textured beef« (der sicher auch nicht billig war!) verwenden zu wollen … es versetzte ihnen einen Stich. What would Reagan do?

Die Verantwortungslosigkeit der Konsumenten

Als auch ein öffentliches Schleim-Essen dreier republikanischer Gouverneure nicht gegen die Empörung der Bevölkerung über Betrug der Industrie und fehlenden Schutz durch die Politik half, begann man an die Vernunft des Volkes zu appellieren: Ob man sich denn nicht im Klaren wäre über all die Jobs in den Fleisschleim-Fabriken, die diese außer Kontrolle geratenen Konsumenten durch ihren Kaufunwillen gefährdeten?!

Letztendlich halfen auch Websites nichts, die über die gesundheitliche Unbedenklichkeit von Pink Slime aufklären und klar machen sollten, dass er zu 100% aus 97% Fleisch besteht (»beefisbeef.com« nannte sich eine davon versöhnlich): 3 von 4 Fabriken von Beef Products Inc. – einem der größten Hersteller – wurden nun geschlossen.

Es wird von einem PR-Debakel gesprochen: Man hätte das alles anders kommunizieren müssen. Dann hätte man diesen Tritt des freien Marktes in die Weichteile derer, die immer am lautesten nach ihm schreien, bestimmt irgendwie verhindern können.

Das nächste Mal wieder.

 

Update, 13.05.2012:

Follow-Up-Artikel »Pink Slime II: Weil Rind nicht Rind ist.«

 


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4 Kommentare

  • Lukas Zielinski

    Lieber Stefan! Der erklärende Teil deines Artikels ist wirklich sehr gut. Ich habe viele Artikeln zu dem Thema gelesen und bei den meisten fragt sich oft: wie ist das in Europa? Gibts das? Wenn nicht wieso? Bei dir alles sehr pointiert erklärt.
    Bei dem was danach kommt, bin ich anderer Meinung. Es freut ich zwar aus der kulinarischen Perspektive, dass Faschiertes in USA in Zukunft besser schmecken wird. Aber ich halte das Verfahren für chemisch und daher gesundheitlich unbedenklich. Im Endeffekt ist es eine gute Möglichkeit die schlechter verdienende Bevölkerung mit dem Fleisch zu versorgen, das sie wollen: nämlich Rindfleisch für Burger. Welcher Teil der Kuh das ist, ist ja egal, solange sie es nicht schmecken. Es ist sogar meiner Meinung nach ein recht gutzuheissendes modernes Verfahren, bei dem noch mehr von der Kuh verwertet wird als vorher. Insofern ist das Ganze aus meiner Sicht wirklich ausschließlich ein PR-Desaster. Losgetreten von dem Mann, der bei seinem Kampf für gesundes Essen, den kleinen Mann und sein limitiertes Einkommen vergisst: der liebe Jamie.
    Wenn es natürlich bewiesen ist/wäre, dass der angesprochene Produktionsprozess tatsächlich BSE-Gefahr für Konsumenten bedeutet, muss ich dir, lieber Stefan, zu 100% recht geben, und meine Argumente wieder zurückziehen.

  • Stefan Bauer

    Lukas, du hast Recht, diesen Teil der Geschichte hatte ich bisher nicht behandelt, zugegebenermaßen auch nicht bedacht. Danke für den Hinweis!

    Weil die Auseinandersetzung damit allerdings zu viel Platz für einen Kommentar benötigt, habe ich einen Follow-up-Artikel geschrieben:

    http://www.true-story.at/pink-slime-2-weil-rind-nicht-rind-ist/221262/

  • Schauderhaft wenn Promis und Politiker etwas in den Medien tun, weil sie dafür (direkt oder indirekt) bezahlt werden… *brrrrr*

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