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Pink Slime II: Weil Rind nicht Rind ist.

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Pink Slime II: Weil Rind nicht Rind ist.

13. Mai 2012 12:05 11 Kommentare

Zu meinem Pink-Slime-Artikel vom 11. Mai gab es einen interessanten Kommentar, der auf einen Aspekt hinweist, den ich nicht behandelt hatte. Das möchte ich nachholen.

Es geht dabei um die Frage der höheren Effizienz bei der Verwertung des Rindes und dadurch letztlich um günstigere Kaufpreise für Personen, die sich Filet, Beiried & Rostbraten vielleicht nicht leisten können.

Der Einwand:

Es freut mich zwar aus der kulinarischen Perspektive, dass Faschiertes in USA in Zukunft besser schmecken wird. Aber ich halte das Verfahren für chemisch und daher gesundheitlich unbedenklich. Im Endeffekt ist es eine gute Möglichkeit, die schlechter verdienende Bevölkerung mit dem Fleisch zu versorgen, das sie wollen: nämlich Rindfleisch für Burger. Welcher Teil der Kuh das ist, ist ja egal, solange sie es nicht schmecken. Es ist sogar meiner Meinung nach ein recht gutzuheissendes modernes Verfahren, bei dem mehr von der Kuh verwertet wird als vorher. Insofern ist das Ganze aus meiner Sicht wirklich ausschließlich ein PR-Desaster. Losgetreten von dem Mann, der bei seinem Kampf für gesundes Essen den kleinen Mann und sein Einkommen vergisst: der liebe Jamie.

Das ist natürlich ein valider Punkt. Pro Rind werden durch das Verfahren ca. 6 kg mehr Fleisch verwertbar. Das ist ressourcenschonender, bringt der Fleischindustrie Geld und für die selbe Menge Fleisch müssen weniger Rinder »produziert« werden – was zu billigerem Burger-Fleisch, höheren Margen und weniger Zuchtrindern führt. Das sind tatsächlich nicht von der Hand zu weisende Vorteile für die jeweils Betroffenen.

Beef is Beef.

Der Knackpunkt für mich ist aber, dass »Pink Slime« in den USA nicht ausgewiesen werden muss: Alles mit weniger als 15% Anteil darf man als »100% reines Hackfleisch« bezeichnen. BPI, der größte Produzent von »Lean Finely Textured Beef«, meint dazu:

Because it is 100% beef, LFTB is not singled out as a separate ingredient on ground beef packages.

Erst bei Anteilen über 15% wird dann die Beimengung von »magerem, fein strukturiertem Rindfleisch« eingeräumt. Und hier ist das nächste Problem: Entweder, der Konsument erfährt erst gar nicht, dass dieses Produkt im Faschierten enthalten ist, oder er wird mit einen Euphemismus konfrontiert, der keinen Rückschluss darauf zulässt, worum es sich wirklich handelt.

Kann Spuren von Bullshit enthalten.

Die Bezeichnung »mageres, fein strukturiertes Rindfleisch« mag technisch nicht falsch sein, versagt aber vollkommen dabei, die Info zu transportieren, die den Konsumenten interessieren würde. Nämlich, dass es sich dabei um Fleisch handelt

  • von überdurchschnittlich bakteriengefährdeten Stellen des Rindes (nahe der Haut, die Fäkalien ausgesetzt ist),
  • das aus diesem Grund  mit Ammoniumhydroxid desinfiziert werden muss
  • und aus diesen Gründen bisher nicht oder nur für Tierfutter verwendet wurde.

Das BSE-Risiko, das in Europa zum Verbot geführt hat, dürfte für die Amerikaner kein Thema sein. Es gibt generell angeblich keine Fälle von Erkrankungen, die mit Pink Slime in Zusammenhang stehen. Ich möchte das gar nicht anzweifeln. Weil das nicht mein Punkt ist. Wenn etwas akut gefährlich wäre, müsste es sowieso verboten werden.

Pink Slime muss aber meiner Meinung nach in den USA gar nicht verboten werden. Die Leute kaufen es nur einfach nicht mehr, seit sie wissen, was es ist. Sie möchten so etwas nicht in ihrem Essen haben – ob es gerade noch ungefährlich ist oder nicht.

Informierter Konsument, freier Markt

Und wenn es genug Leute gibt, die sagen »ja, ich will desinfiziertes Abfallfleisch essen weil es billiger ist!«, dann wird es das auch weiterhin geben. Dann wird das Thema die Marktwirtschaft regeln, die aber nur bei ausreichender Information funktionieren kann.

Man darf die Leute nicht durch Etikettenschwindel dazu zwingen, etwas zu essen, was mehrheitlich als ekelhaft empfunden wird. Vegetarischen Gerichte kann man auch nicht Fleisch beimengen, solange es niemand merkt – nur weil es grundsätzlich nicht gefährlich ist und eventuelle Effizienzsteigerungen der Lebensmittelindustrie ermöglicht.

 

Quellen:

www.beefisbeef.com
www.tagesanzeiger.ch
www.abcnews.go.com
www.beefproducts.com
www.wikipedia.org
www.usatoday.com

 


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11 Kommentare

  • Lukas Zielinski

    Lieber Stefan!

    Ja Pink Slime sollte ausgewiesen werden. Und ja der Konsument sollte selber entscheiden können. Aber ich verstehe wieso das in diesem Bereich für Produzenten schwierig ist. Ich möchte um mein Argument anzufangen einen Satz aus deiner Replik zitieren.

    – “Und wenn es genug Leute gibt, die sagen »ja, ich will desinfiziertes Abfallfleisch essen weil es billiger ist!«, dann wird es das auch weiterhin geben.” –

    Für mich ist das die implizite Meinung eines jeden Hofer/Aldi/Lidl-Kundens. Wie kann es denn sein, dass Lebensmittel, die sowieso schon in “normalen” Supermärkten zu so einem Preis verkauft werden, dass Bauern ohne gewaltige staatliche- oder EU-Förderungen nicht mehr überleben könnten, noch einmal um 50% billiger verkauft werden? Weil genau solche Graubereiche ausgenutzt werden, die jetzt zu dem Pink-Slime-Disaster geführt haben. Nur die werden eben gar nicht oder weniger medienwirksam aufgedeckt wie Pink Slime bzw schauen Konsumenten absichtlich weg (weil es billig ist) bzw reagieren die Konzerne nicht so übersensibel wie kürzlich in den USA. Bei den Bildern von Hühnerhaltung, die in den letzten 20 Jahren zu Tage gefördert worden sind, hat auch keiner das gesamte Hühnerfleisch aus den Regalen entfernt. Es war also einerseits eine übersensible Reaktion der Fast-Food-Konzerne und Supermarktketten, die das ganze so katastrophal erscheinen lässt (und die zu den massiven Jobverlusten geführt haben).

    Aber andererseits haben die Konzerne auch einen Grund dermaßen empfindlich zu handeln: wegen der unaushaltbaren Ver-disney-fizierung aller Tiere. Tiere sind Teil der Nahrungskette. Wir sind Allesfresser. Daher ist es ganz normal, dass der Mensch im Laufe seines Lebens Tiere umbringen wird um sie zu essen. In unserer Gesellschaft geht es aber nur noch darum wie “süß” das eine oder andere Vieh ist – und welches das Allersüßeste ist. Dass alle Tiere um ein Vielfaches weniger intelligent sind als wir, im Dreck leben und letztendlich alle stinken scheint dabei vergessen zu werden. Gut, es gibt auch Nutztiere, mit denen wir Menschen zusammenleben (müssen/mussten). Daher verstehe ich die Romantisierung des Zusammenlebens mit Tieren zu einem gewissen Grad. Wir verromantisieren in Geschichten ja auch das menschliche Zusammenleben. Aber was Disney macht ist unaushaltbar und ist ein Ausdruck der absurden Erziehung, die Kinder genießen, wenn es um Tiere geht. Wieso muss man in Geschichten für Kinder alles von der Maus bis zu Kuh und Pferd so versüßen, dass das Kind ganz schockiert ist, wenn es langsam mit 9 oder 10 mitbekommt, dass es zumindest zweitgennantes Tier schon mehrere Male in toter Form konsumiert hat? Ich habe keine Ahnung. Genauso kann man fragen wieso wir uns über das Meerschweinchen-essen in Peru oder das Katzen-essen in China aufregen. Wieder: keine Ahnung. Es muss ein ehrlicher und somit gesünderer Zugang zur Tiererziehung unserer Kinder gefunden werden. Dieser Zugang kann sowohl ein ehrliches Bewusstsein unserer Position in der Nahrungskette vermitteln als auch einen einwandfreien menschlichen Umgang mit Tieren, mit denen man dann doch zusammenlebt.

    Und weil sich Menschen unüberlegt dieser idiotischen Ver-disney-fizierung von Tieren hingeben – mit dem auch die Verleugnung moderner Produktionsprozesse einhergeht – sage ich im Gegensatz zu dir: sie sind schuld an den Jobverlusten. Zumindest die Heuchler, die das verurteilen und weiterhin zum Hofer einkaufen gehen.

    • Nina Simone

      Lieber Lukas,

      ich bin kein Vegetarier (mehr), aber puuh, irgendwie steigt mir die Röte ins Gesicht, wenn ich von dir lese: „Dass alle Tiere um ein Vielfaches weniger intelligent sind als wir, im Dreck leben und letztendlich alle stinken scheint dabei vergessen zu werden.“ Trifft das nicht auf viele viele Menschen genauso zu? Werden die deshalb geschlachtet?

      Liebe Grüße, Nina

      • Lukas Zielinski

        Liebe Nina,

        mein Kommentar ist weder als Kritik an Vegetariern noch als Minderschätzung von Tieren zu interpretieren. Mir geht es um die Entfremdung der Gesellschaft von den industriellen Produktionsprozessen, und hierbei insbesondere um die Verklärung was Lebensmittelproduktion betrifft. Ich finde, dass wir ab jungen Jahren mit einer wertfreien Darstellung der Realität konfrontiert werden sollten. Auf dieser Basis kann jeder informiert seine eigenen Entscheidungen treffen.

        Insofern bitte verstehe den Satz, den du zitierst als überzeichnetes Gegenteil zur Disney-Politik (und damit kritisiere ich auch den Konzern im Speziellen nicht, sondern die Behandlung des Themas im Allgemeinen) und nicht als Angriff auf Tiere, die Tierschlachtung oder Vegetarier.

        LG

    • Als überzeugte Vegetarianerin finde ich den zweiten Teil deines Kommentars sowieso geschmacklos (und ich mag weder Disney noch romantische Liebeskomödien) aber noch etwas will ich einwerfen: Hofer hat, wie die meisten Supermarktketten, verschiedene Produktschienen. Die Bio-Schiene vom Hofer ist schon mehrmals positiv erwähnt worden da die Bauern für ihre Bioprodukte von Hofer besser bezahlt werden als von anderen Supermärkten. Der Preis wird nicht nur durch die Qualität bestimmt! Auch teure Produkte werden oft unter menschen- und tierverachteten Umständen produziert.
      Und ja: beef is beef. Fleisch ist grauslich!

      • Lukas Zielinski

        Liebe Denise,

        zum Vegetarismus siehe meine Antwort oben.

        Zu Hofer: ich lasse mich gerne eines besseren belehren. Aber mein Menschenverstand mir sagt mir aus oben genannten Gründen (ganz speziell die Förderung für Bauern), dass unter “normalen” Supermärkten kein Preisspielraum mehr existiert – außer mit angeblich fragwürdigen Methoden (die ich ja übrigens befürworte, wenn sie nicht bewiesenermaßen gesundheitsschädigend sind). Aber ich kenne die Produktionsprozesse von Hofer&Co nicht, kann es also nicht mit Sicherheit sagen.

        Und dass teurere Produkte nicht auch unter schlechten Umständen produziert werden, habe ich ja nie behauptet.

        Lg

        • Hi Lukas,
          letzlich ist nix vom Supermarkt so lecker, wertvoll oder fair wie uns die Werbung weissmachen will. Eigentlich sollte man seine Lebensmittel (und andere Güter) möglichst nah am Produzenten kaufen.
          Die kommerzielle Ausbeutung and Gewinnoptimierung finde ich bei Lebewesen nicht exclusiv, sondern besonders geschmacklos. Daher: Pink Slime oder Prime Steak: nein danke

          • Stefan Bauer

            Auch ein interessantes Feld: Wer sich schon mal mit Unternehmen wie MONSANTO oder generell mit der Produktion von Mais, Weizen, Soja & Co. beschäftigt hat, weiß, dass man durch Fleischverzicht in keiner Weise “kommerzieller Ausbeutung und Gewinnoptimierung” entgeht. Dort wird halt nicht das Tier, sondern direkt der Mensch ausgebeutet. Da werden ganze Länder in Hungerkatastrophen geschickt, um Preise zu manipulieren und ganze Generationen in Abhängigkeit eines Saatgutkonzerns getrieben.

  • denise.recheis

    hi stefan,
    das will ich gar nicht abstreiten… aber fleischverzehr ist nun mal ein echtes problem im bezug auf den klima wandel, und unsere nutztiere werden mit nahrungsmittel versorgt die dann in entwicklungsländern fehlen. auch ist der wasserverbrauch bei der fleischproduktion eklatant. daher wärs am besten wirklich direkt beim lokalen produzenten zu kaufen und auf exotisches (und fleisch) zu verzichten und so einige der probleme der globalisierung zu umgehen. mach ich aber leider auch nicht im alltag, aber wenigstens auf fleisch kann man leicht verzichten.

    • Stefan Bauer

      Ich verzichte auf Soja und löse damit gleich noch ein anderes Problem: Mag kein Soja. ;-)

      • household.a0 What do you think am I being too harsh, or is this kitchen a caiddnate for Casa Moxie’s IGNORE THIS ROOM decal? Related Posts:Nice range, shame about the layoutThis

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