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Martin Graf im ZIB2-Interview: Dada und Wolf

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Martin Graf im ZIB2-Interview: Dada und Wolf

25. Mai 2012 23:34 9 Kommentare

Am 22.05. brachte der ORF im »Report« die Geschichte einer 90jährigen Dame, die sich vom Vorstand ihrer Privatstiftung betrogen fühlt. Dieser Vorstand ist FPÖ-Politiker und Dritter Nationalratspräsident Martin Graf.

Am Tag darauf nimmt dieser zu den Vorwürfen in der ZIB2 Stellung. Das Interview führt Armin Wolf, der alle Hände voll zu tun hat, den Interviewten nicht in Aktionen mit Dada-Charakter flüchten zu lassen. Wie er das macht und mehr noch: welche Tricks Graf anwendet, haben wir uns angesehen.

Eine Analyse.

00:05 bis 01:00

Armin Wolf fragt ganz konkret, ob Graf nun als Stiftungsvorstand zurücktreten wird. Graf fährt das unter Politikern beliebte Manöver, vorab erst noch etwas anderes sagen zu wollen. Natürlich sagt er das nicht vorab und antwortet dann, sondern ignoriert die Frage letztlich.

Inhaltlich gesehen macht Graf drei Dinge:

  1. Er framed den vermeindlichen Skandal als »Bashing« gegen ihn, stellt sich also als Opfer einer Verfolgung dar.
  2. Er unterstellt dem ORF unsaubere Methoden und versucht damit, den Vorwurf zu entkräften, indem er den Aufdecker diskreditiert.
  3. Hätte er genug Zeit gehabt, sich vor dem Report-Interview von der Verschwiegenheitspflicht entbinden zu lassen, wäre es zu dem »Bashing« nicht gekommen.

Interessant dabei: Graf hat im Report-Interview nichts von seiner Verschwiegenheitspflicht gesagt. Er meinte, er werde dazu nichts sagen, weil es sich »um eine Private Geschichte« handle und weil er einem anhängigen Gerichtsverfahren nicht vorgreifen wolle. Er mache da nicht mit, weil hier etwas kampagnisiert werde, was »parteipolitische Dreckschleuder bedeutet«.

In der ZIB2 hingegen meint er, er hätte alle Vorwürfe entkräften können (=das Bashing verhindern), wenn er nur Stellung beziehen hätte dürfen. Das hat er aber aus ganz anderen Gründen und freiwillig nicht getan – zumindest wenn man ihm selbst glaubt.

01:01 bis 01:30

Martin Graf bezeichnet Frau Meschar, für die er die Stiftung führt, als »ältere Dame«, die ihm am Herzen liege und die er immer noch gern habe. Dadurch entsteht der Eindruck, um die Dame müsse man sich kümmern, was er als einziger tue – alle anderen wüssten nicht, was gut für sie ist.

Dass sie selbst das ganz anders sieht und nicht denkt, dass er ihr Gutes tut, lässt vermuten, dass Graf seine Beziehung zur Stifterin mit einer Vormund- oder Sachwalterschaft verwechselt. Das würde auch die eine oder andere Regelung im Stiftungsvertrag erklären.

Im übrigen spricht Graf in dieser Passage ausnahmslos von einer »Kampagne« – also davon, dass das Aufkommen der Geschichte von jemand geplant wurde, um ihm zu schaden.

02:15 bis 03:13

Auf Armin Wolfs Hinweis, dass Graf offensichtlich nicht angeboten hat, zurück zu treten, weil ja sonst kein diesbezügliches Verfahren laufen würde, reagiert Graf, indem er die Logik dahinter komplett ignoriert und Wolf etwas zeigen möchte, was er »ihm mitgebracht« habe. Der Moderator lässt das allerdings nicht zu.

Wolf fragt Graf stattdessen, ob er seiner Mutter raten würde, eine Stiftungsurkunde wie die vorliegende zu unterschreiben. Graf ignoriert auch diese Frage und sagt, das wäre eine Unwahrheit. Was genau er damit meint, ist nicht klar, denn Wolf hat ja nichts behauptet.

Erst nach einem Angriff gegen den ORF und dessen Recherche-Qualitäten (die übrigens dazu geführt haben, dass all diese Details nun öffentlich geworden sind) wird klar, worauf sich Graf bezieht: darauf, dass es zwei Stiftungsverträge gibt. Wieso das bedeutet, dass man deswegen nicht über einen davon sprechen kann, bleibt unklar.

03:13 bis 04:00

Armin Wolf spricht an, dass von ihm gefragte Juristen einstimmig meinten, so eine Urkunde dürfe man niemandem vorlegen, den man gut beraten wissen möchte. Graf unterstellt, das wären vom ORF ausgewählte Stiftungsexperten, die auch die Finanzkrise nicht kommen sehen haben.

Hier verpackt Graf besonders viele Ungereimtheiten in einen Satz:

  1. Er wusste gar nicht, mit wem Wolf gesprochen hatte, also fehlt schon mal die Basis für jede weitere Qualifizierung
  2. Wolf sprach von Juristen, es ging um die Urkunde. Graf redet von Stiftungsexperten & Finanzkrise, was wenig mit dem zu tun hat, worauf er angesprochen wurde. Zudem stellt sich die Frage, ob Graf auch sonst nur Meinungen von Personen akzeptiert, die die Finanzkrise vorausgesehen haben.
  3. Graf möchte die Einschätzungen der Juristen auch dadurch diskreditieren, dass er sie als vom ORF mit parteipolitischer Motivation ausgewählt bezeichnet, was eine Verschwörung gegen ihn andeuten soll.

Nachdem Graf dazu ansetzt, den Erfolg der Stiftung darstellen zu wollen, muss ihn Wolf darauf aufmerksam machen, dass das nichts mit der gestellten Frage zu tun habe.

04:20 bis 06:12

Armin Wolf fragt, ob er nun endlich seine Frage stellen dürfe, woraufhin Graf meint, er hätte jetzt ohnehin schon drei Tage lang Bashing betrieben.

Die Fakten dazu: Wolf hatte erstmals mit dem Fall zu tun, der 24 Stunden zuvor durch Report und ZIB1 ins Rollen gebracht wurde. Graf lässt sich schließlich zumindest darauf runterhandeln, dass 24 Stunden zwei und nicht drei Tage wären. Es bleibt in jeder Hinsicht eine Übertreibung.

Anschließend von Wolf auf Passagen aus der Urkunde angesprochen, die einer Art unwiderrufbarer Entmündigung der Stifterin gleichkommen, meint Graf, sie wäre belehrt worden und das wäre ihr Wille gewesen. Warum sich die Stifterin komplett freiwillig schlechter stellen sollte, bleibt unbeantwortet.

Auch solle man nicht so tun, als könne Frau Meschar solche Zusammenhänge nicht verstehen. Nun stellt sich aber die Frage, warum Graf ihre Meinung in Bezug auf seine Arbeit in der Stiftung – nämlich dass sie nicht zufrieden damit ist – dann nicht ernst nimmt. Wo sie doch Zusammenhänge durchaus gut erkennen und verstehen kann. Ein Logik-Problem.

06:13 bis 06:40

Armin Wolf spricht Graf darauf an, dass die Stifterin bei 1 Mio. Vermögen nur 5.000 € pro Jahr heraus bekommt und dass das nicht besonders viel wäre. Graf meint daraufhin, das wäre auch wieder vollkommen unrichtig, weil er ein Foto von Frau Meschar auf seiner Gartenparty habe, auf dem sie nicht aussehe, als wäre sie über den Tisch gezogen worden.

Folgende Fragen stellen sich:

  1. Warum ist das Foto eine Antwort auf die Frage nach den 5.000 €/Jahr? Wie hängt das zusammen?
  2. Warum glaubt der Jurist Graf, dass das Aussehen von Personen auf Fotos etwas über konkrete finanzielle Fragestellungen aussagt?
  3. Wie sieht jemand, der über den Tisch gezogen wurde, auf einer Gartenparty aus?

08:30 bis 10:20

Wolf fragt, ob es elegant war, dass die Stiftung das Haus gekauft hat, in dem sich das Wirtshaus von Graf’s Familie befindet, an dem er selbst beteiligt ist. Graf antwortet, das wäre eine besonders günstige Gelegenheit gewesen, womit er wohl »für die Stiftung« meint.

Später fragt er, ob Wolf ihm empfehlen möchte, dass anstatt solcher Investments lieber Eurobonds oder Griechenland-Anleihen gekauft hätten werden sollen. Nicht, dass es Eurobonds schon gäbe, aber selbst wenn: Abseits dieser Möglichkeiten muss es doch trotzdem noch irgendwo Investmenformen außerhalb der Graf’schen Familie geben.

Vom Moderator gefragt, warum sich in besagtem Haus auch der Verein befinde, der Graf’s Website betreibt, antwortet dieser, dass dies nicht stimme. Er untermauert das direkt mit einem mitgebrachten Chart, das die Entwicklung der Vermögenslage der Stiftung seit 01.01.2010 zeigt – auch wenn das eine mit dem anderen nichts zu tun hat.

Die steil von links unten nach rechts oben verlaufende Kurve vermittelt den Eindruck, als hätte es eine rasante Vermögensvermehrung gegeben. Als Wolf einwirft, dass die Kurve bei € 1.165.000 beginnt und bei € 1.195.000 endet, meint Graf, dass das für 16 Monate trotzdem beachtlich sei. Als sich Wolf im nächsten Satz verrechnet, wirft ihm Graf das vor – nicht ahnend, dass seit dem 01.01.2010 genau genommen auch schon 29 Monate vergangen sind, nicht 16.

10:38 bis 11:30

Graf behauptet, die Ertragslage der Stiftung hätte sich seit Gründung verdreifacht, außerdem bekomme die Stifterin – und das wäre das Ziel – nachweislich jedes Jahr mehr Geld, nämlich 10.000 bis 12.000 €. Vor Stiftungsgründung wären es nur 10.000 € jährlich gewesen. Diese dann doch nicht ganz so dramatische Steigerung erklärt Graf anschließend damit, dass die Stiftung ja auch Auslagen hätte.

Graf hat offensichtlich gelernt, mit kognitiver Dissonanz gut umzugehen:

  • Er behauptet eine Verdreifachung der Ertragslage der Stiftung,
  • dass deren Ziel steigende Erträge für die Stifterin wäre und
  • dass dieses Ziel vollends erfüllt werde.

Im selben Atemzug sagt er, dass sie nun statt zehntausend Euro zehn- bis zwölftausend Euro bekäme, also im Prinzip das selbe wie zuvor – womit das selbst genannte Ziel ja eben nicht erfüllt wäre. Auch stellt sich die Frage, wie man davon reden kann, dass die Stiftung rein zum Wohle von Frau Meschar betrieben würde, wenn diese nicht mehr ausgezahlt bekommt obwohl sich die Ertragslage der Stiftung inzwischen verdreifacht hat.

13:04

Martin Graf: »Halten Sie sich bitte an die Fakten.«


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9 Kommentare

  • Karl Franz

    Selten einen so un- oder falsch informierten A.Wolf gesehen.
    Diese Aufstellung strotzt vor Lücken. Sieht so aus, wie wenn das Interview nur über Dritte bekannt wäre oder für A.Wolf positiv zurechtgestutzt wurde. Wo ist der dezitierte Hinweis auf die “Rechenkünste” von A.Wolf, der ja so gut die Prozentrechnung beherrscht? (Die beschönigten Worte machen es nur noch schlimmer). Wo ist der Hinweis auf die Fehlinformation von A. Wolf der Gutachter mit Steuerberater verwechselt hat (Thema: Ahnungsloser) usw. usf. Dieser Bericht sieht so aus, wie wenn er von Laura Rudas verfasst worden wäre! Oder soll diese Information nur einigermaßen die angekratzte Reputation von A.Wolf wieder herstellen?

    • Sind die Aussagen des dritten Nationalratspräsidenten und auch sonst recht wichtigem Wirtschaftler und Politiker so unbedeutend gegenüber denen eines dahergelaufenen Fernseh-Journalisten, oder warum fokussieren Sie sich nur darauf? Und wie werden wohl Grafs Rechenkünste sein, bevor er wichtige finanzielle Entscheidungen trifft, so rein vom Interview her? Was wiegt schwerer, sich im Interview verhaspeln und versprechen oder Mist zu bauen – vielleicht um in die eigene Tasche zu wirtschaften?
      Kam dieser Kommentar vielleicht um das Image Wolfs anzukratzen und abzulenken vom Inhalt?

      “Er unterstellt dem ORF unsaubere Methoden und versucht damit, den Vorwurf zu entkräften, indem er den Aufdecker diskreditiert.”

      • Karl Franz

        Graf ist absolut nebensächlich, mir geht es einzig um die schlechte Vorbereitung von A.Wolf. Ich bin gänzlich anderes von ihm gewohnt. Wer in so einem Mega Unternehmen arbeitet, sollte doch in der Lage sein, mit hieb- und stichfesten Argumenten (die in diesem Fall ja wirklich nicht so schwer sein können) die Argumente von Graf zu zerbröseln. Umso schwerer wiegt dann, einen so aufgelegten Elfmeter (ob konstruiert oder nicht ist eher nebensächlich) zu verschießen.

  • Schade, dass Armin Wolf nicht schnell genug reagiert hat, als Graph seine Graphik hergezeigt hat. Genial wäre es gewesen, wenn Herr Wolf die Graphik genommen und in die Kamera gehalten hätte. Und dann genau vorgerechnet hätte, dass die angeblichen Gewinne der Stiftung weit unter Sparbuchzinsen liegen…

  • Imobilien im 19 Bezirk haben 2010 bis 2012 im schnitt sage und schreibe um rund 20% in Worten nochmal zwanzig !!!Prozent zugelegt …….
    daher ist jegliches gelaver unnötigt nach einem Gerichtsverfahren wird Graf blütenweis hervorgehen und ich hoffe das er sich die Zeit nimmt jeden der versuchte ihn an Bein zu pissen verklagt und jede Klage so öffendlich publick macht wie es derzeit über ihn lauffend berichtet wird.

    Dazu passend hoffe ich auch das Grasser den selben weg geht. Zu dem der U Auschuß über die Eurofighter hat dem Steuerzahler rund 100 Mio gekostet wer klagt nun Herrn Pilz für dieses Staatsschädigende verhalten ? Den es geht nicht nur um das Geld sondern um den Ruf österreichs in verbindung mit Vertragstreue.

    • Abgesehen davon, dass Sie sich einmal eine Sonderration Satzzeichen bestellen sollten: Warum verklagen Sie nicht selbst? Warum muss jeder am Stammtisch immer “Wann verklagt wer den XY endlich?” schreien, anstatt es selber zu tun? Angst?

    • Es steht im Raum, dass die Stiftung eine Immobilie, die laut Schätzungsgutachten EUR 380.000 Wert ist, um EUR 500.000,– gekauft hat. Sorry, da helfen 20 % Wertsteigerung nicht sonderlich weiter. Der verursachte Schaden sind selbst nach Werststeigerung iHv 20 % EUR 44.000,–. Wenn man jetzt noch zusätzlich in Opportunitäten denken würde, also welche reale Wertsteigerung die Stiftung in dieser Zeit verloren hat,kommt man nach Adam Ries auf EUR 144.000,– Schadenssumme. Natürlich nur unter der Prämisse, dass die Vorwürfe auch tatsächlich stimmen.

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