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Krankenakte Griechenland

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Krankenakte Griechenland

18. Juli 2012 21:25 Bisher keine Kommentare

Die Silvesternacht 2000 bescherte vielen von uns nicht nur einen Kater, sondern Griechenland auch den Beitritt zur Gemeinschaftswährung Euro. Ein historisches Ereignis, das uns heute noch beschäftigt.

Wie sich erst Jahre später herausstellte, gelang der Beitritt zur Währungsunion nur durch geschickte Manipulation statistischer Auswertungen. Wie sich ein Euro-Staat innerhalb nur eines Jahrzehntes an den Rand des Ruins treiben konnte, soll hier skizziert werden:

Griechenland hatte damals die Maastricht-Kriterien weit verfehlt und wies keinen Schuldenstand von 152 Milliarden Euro aus. Für einen Euro-Beitritt ein absolutes No-Go. Von der eigenen List angespornt, beschloss die griechische Regierung 2002 saftige Lohnerhöhungen von 12 bis 15 % im Bereich des öffentlichen Dienstes und stockte den Beamtenapparat auf 768.000 auf.

Gleichzeitig stellte man vernunftbegabt fest, dass sparen kein Fehler wäre und fuhr die Investitionen in die eigene Infrastruktur zurück. Dafür floss das Geld in die Rüstung.

Blöderweise fehlte Griechenland gerade dieser Industriezweig. Es profitierten daher andere Länder (Frankreich, Deutschland, Großbritannien) von der Hochrüstung. An deren Ende besaß und besitzt Griechenland dreieinhalb mal so viele Kampfpanzer (1.250) als das 8 mal bevölkerungsreichere Deutschland (350). Der Anteil an Soldaten an der Gesamtbevölkerung ist sogar 23 mal so hoch (5,9%).

Von der Regierung inspiriert, entschied sich die griechische Bevölkerung dazu, schätzungsweise 40 % des BIP schwarz und am Fiskus vorbei zu erwirtschaften. Dazu gesellten sich noch rund 63.500 „Phantomrenter“. Sämtliche Voraussetzungen für eine nachhaltige Erkrankung von griechischer Wirtschaft und Staatsfinanz waren somit erfüllt.

Diagnose

Erst 2004 merkte EUROSTAT, dass die griechischen Berichte, die zum Euro-Eintritt geführt hatten, falsch sein mussten. Die Reaktionen der europäischen Gemeinschaft und der internationalen Finanzmärkte fielen jedoch, sagen wir, bescheiden aus. Man hatte den Eindruck, es interessiere niemanden so recht – ein Eindruck, der sich in den nächsten fünf Jahren erhärten sollte. Es folgten keine Sanktionen. Dabei sagen manche, die Griechen wären faul. Selbst die sonst so bösen Spekulanten erfüllten ihre Aufgabe nicht, die Zinsen auf griechische Anleihen unterschieden sich kaum von anderen Euro-Anleihen. Risikoaufschläge als Schuss vor den Bug gab es nicht.

Notoperation

Am 4. Oktober 2009 beschloss die sozialistische PASOK-Partei, dass es an der Zeit wäre, der Welt reinen Wein einzuschenken. Die Staatsschulden waren mittlerweile außer Kontrolle geraten, das Haushaltsdefizit betrug 12-13%. Zur Erinnerung: die Maastricht-Kriterien sehen maximal 3% vor.

Von nun an ging alles sehr schnell. Die europäische Finanzkrise nahm ihren Lauf. Zögerlich beschloss man im März 2010 ein verhältnismäßig kleines Sparpaket. Im April 2010 suchte Griechenland offiziell um EU-Hilfe an. Am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, wurden dann auch tatsächlich Bürgschaften in Höhe von 110 Milliarden Euro von EU, EZB und IWF übernommen.

Im Mai  und Juli wurden weitere Sparmaßnahmen verabschiedet. Die europäische Zentralbank versorgte europäische Banken weiterhin mit billigem Geld und akzeptierte griechische Anleihen zur Besicherung.

Am 9.3.2011 war es dann soweit. Griechenland war zahlungsunfähig. Die nächste Geldspritze war  überfällig. Vier Monate später einigten sich die Europäische Union (EFSF) und der IWF, 109 Milliarden Euro für Griechenland bereit zu stellen. Weitere 37 Milliarden Euro wurden den griechischen Versicherungen und Banken aufgetrieben.

Komplikationen

Aktuell hat Griechenland rund 370 Milliarden Euro Schulden. Die griechischen Banken und Versicherungen benötigen zusätzlich rund 65 Milliarden Euro. Der Staatsschuldenstand ist innerhalb von 11 Jahren um 218 Milliarden Euro (+243 %) gewachsen.

Ein wenig erinnert die Geschichte an das Schicksal des Phaëthons, Sohn des griechischen Sonnengottes Helios. Phaethon befolgte nicht den Rat seines Vaters und bestand darauf den Sonnenwagen alleine über den Himmel zu führen. Er war zu schwach den Wagen zu lenken und verließ den sicheren goldenen Mittelweg, ließ die Zügel so weit schleifen, so dass er gänzlich die Kontrolle verlor und seine Umgebung in Feuer tränkte. Letztlich verbrannte auch Phäethon. Ohnmächtig musste sein Vater das Schicksal seines Sohnes miterleben. Hoffentlich bleibt uns diese griechische Tragödie erspart.


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