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Filmkritik: »360« – Die Geometrie der Leidenschaften

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Filmkritik: »360« – Die Geometrie der Leidenschaften

31. August 2012 19:30 Bisher keine Kommentare

Die internationale Co-Produktion mit österreichischer Beteiligung macht Wien zum Angelpunkt einer Geschichte über Liebe und Sex. Daraus entwickelt sich eine kosmopolitisch geknüpfte Episodensammlung, die nicht ganz so rund läuft, wie es der Name suggeriert.

Was den geometrischen Kreis ausmacht, ist eine Ansammlung von Punkten, die alle eines verbindet – der konstante Abstand zum Mittelpunkt »M«. 360 Grad. Beginn und Ende halten sich in tiefer Umarmung, vereinen sich, verlieren den Übergang.

Alles dreht sich um den Mittelpunkt »M«. M wie der Anfang von »milovat«. Tschechisch. Für »lieben«.

Around the world

Der brasilianische Regisseur Fernando Mereilles (»City of God«, »Der ewige Gärtner«, »Stadt der Blinden«) liefert mit 360 ein Werk ab, das die Spielarten der Liebe mit unterschiedlicher Intensität auf den Zuseher prallen lässt. Alles beginnt in Wien, alles endet in Wien. Dazwischen gibt es Stationen in London, Paris, Bratislava, Rio, Denver, Phoenix, Berlin.

Und weil auch die Wiener Ringstraße mit etwas Augen-Zudrücken einen Kreis bildet, wird sie hier sogleich als Synonym eingesetzt und prominent ins Bild gerückt. 360 Grad. Round and round. Licht und Schatten vereint. Geht durch.

Eine slowakische Escort-Dame eröffnet den an Arthur Schnitzlers Vorlage angelehnten Reigen. Sie bietet Liebe zum Kauf an, Liebe auf Uhrzeit, auf Einwurf. So auch dem britischen Top-Manager, der auf seiner Geschäftsreise die Liebe als Mittel gegen die Einsamkeit sucht, beim letzten Schritt aber doch scheitert. Seine Frau hingegen, ist konsequenter und flüchtet sich in eine temporäre Affäre. Liebe als Instant-Suppe.

Das Rad dreht sich weiter und streift Liebe, die sich über viele Jahre hinweg selbst verzehrt und letztendlich Analphabeten des Einander-Schätzens hervorgebracht hat.

Ein weiterer Stopp widmet sich den unerwiderten Gefühlen, die ihrerseits innere Dämonen durstig machen – Ausdruck verliehen in der Person des resozialisierten Triebtäters, der gleich nach seiner Entlassung beinahe biblisch in Versuchung geführt wird.

The end is the beginning is the end

Mereilles und sein Drehbuchautor, Peter Morgan, scheinen aus ihrer Romantik-Ader nur so zu bluten. Im Endeffekt fährt die Ehe-Liebe ihren Sieg ein. Rock’n’Roll wird zu einer Ausnahme abgestempelt.

Was darüber hinaus bleibt, ist die holistische Idee, dass auch nach einem Ende die Bewegung bleibt, dass es weiter geht, Stillstand im Leben nur gefühlt wird. »Scheiß drauf«, es wird schon! 360 Grad.

360 trägt die klassischen Merkmale eines Episodenfilms. Handlungsstränge beginnen, bleiben offen, kommen wieder, vernetzen sich, beflügeln die Phantasie, befriedigen und verstören. Manche ignorieren sich auch. Manche erinnern an das eigene Leben. Andere haben sicher schon einmal die ein oder andere Gestalt angenommen im mentalen Konstrukt der persönlichen Zukunftsmalerei.

Alles in allem ist 360 ein Film, der von den Sehnsüchten und Ängsten der Menschen lebt, in seiner Gesamtheit aber keine Storytelling-Innovation bietet.
Man wartet auf den entscheidenden Wendepunkt. Doch … man wartet.

Bullet with butterfly wings

Immer wieder stellen Mereilles und Morgan die Frage in den Raum, ob der Schmetterlingseffekt auch im Makrokosmos der Liebe mehr als bloß ein geflügeltes Wort sei.

»A wise man once said, if there’s a fork on the road take it. He failed to mention which way to turn.«

Wäre alles anders verlaufen, wenn nur einer der Protagonisten auf dieser Gabelung einen anderen Weg eingeschlagen hätte? Wäre eine Liebe zerbrochen? Hätte eine andere Knospen getrieben? Fragen, die oft unbeantwortet bleiben – ganz wie im realen Leben.
Fragen, die sich der Zuseher während des Films seltsamerweise auch kaum stellt, riecht es doch so verdammt stark nach Vorhersehbarkeit.

Für die Presseinfo zeichnet Morgan seine Drehbuch-Idee als Parabel auf die moderne, vernetzte Welt auf. Entscheidungen von Einzelnen crashen die Leben Vieler – Stichwort Finanzkrise. Darüber kommt er zum Schluss, dass auch Liebe in Zeiten der Globalisierung keine örtlichen Grenzen mehr kennt – nur menschliche. Und: Flugzeuge sind die neuen Engel.

Neben dem undurchdringenden Plot kann man 360 eines aber nicht abstreitig machen – die liebevoll zelebrierte Kunst der Montage. Eine solide in Bilder transformierte Ästhetik begleitet uns vom Anfang bis zum Ende. Die Lichter der Großstadt, perfekte Close-ups, Splitscreen-Retroismus, das wiederholte Ineinanderfließen, die perfekte Symbiose aus Bildern und Soundtrack – man hat das Gefühl, dass hier jemand genau weiß, wie Stimmung in Szene zu setzen ist.

Dass sich neben wenig beschriebenen Blättern der Schauspielkunst ebenso internationale Größen wie Anthony Hopkins, Jude Law, Rachel Weisz und Ben Foster verpflichten ließen, bringt 360 in eine interessant zu verfolgende Position zwischen Underdog und Hochglanz.

Auch wenn der Kreis thematisch ein paar Dellen aufweist, so kittet die Visualisierung die entstandenen Unebenheiten auf dankbare Weise und verleiht 360 eine erfrischende Geschwindigkeit mit konstantem Drall.

360 – Großbritannien/Österreich/Frankreich/Brasilien 2011, 115 min, Verleih: Filmladen

Seit 24. August 2012 in unseren Kinos


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