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Die umgreifende Perfektion des Fragilen

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Die umgreifende Perfektion des Fragilen

12. September 2012 22:16 Bisher keine Kommentare

Albumrezension The xx – “Coexist”:

Mit weit zurückgelehnten Soundstrukturen streichelten The xx im Jahr 2009 unsere Ohren und Seelen und wurden zu einer bedeutenden Größe des Silent Sound.

Drei Jahre später treiben die Lorbeeren neue Blüten und entfalten sich ein weiteres Mal zu einem verstörend schönen Stück Traumhaftigkeit.

Einige Zeit ist vergangen, seit das Debütalbum – kompromisslos “xx” betitelt – Musik auf ihre Essenz runter brach und damit den Nerv einer Generation von Ohren getroffen hatte, die sich in all der existenten musikalischen Überreizung auch gerne einmal in eine lärmfeindliche Nische zurückziehen wollte. Einmal kurz entfliehen und sich von der Stille küssen lassen.

Die Low-Fi-Minimal-Popgebilde des Trios aus dem Londoner Stadtteil Putney spielten sirenenhaft ihren Zauber aus, sodass findige Musik-Scouts gar nicht anders konnten, als The xx-Songs zu einem unverzichtbaren Deko-Element diverser TV-Serien zu machen, Werbespots damit zu untermalen und schließlich den Song “Intro” zu einem hymnenhaften Leitmotiv bei der EURO 2012 in Polen und der Ukraine zu ernennen.

Eine Geschichte des Nebeneinanders

Das neue Album “Coexist” macht nun da weiter, wo “xx” seine Initialen in die Baumrinde geschnitzt hat. Es ist kein Wechsel, kein Verdrängen, sondern in der Tat ein Koexistieren.
Freilich ist das junge Blut älter geworden, pumpt nun mehr Nachdenklichkeit in die cerebralen Weiten. Und dies schlägt sich nieder in der bedeutungsschweren Verwortung eines Zustands, den man ganz allgemein als “Liebe” bezeichnet.

Coexist erzählt eine Geschichte des Nebeneinander-Herliebens: Sunset, Chained, Reunion, Try, Missing, Swept Away – allein die Songtitel liefern ausreichend Stoff für eine Herzstecher-Lovestory mit all ihren Höhen und Tiefen. Vom bedingungslosen Aufopfern bis zum erbitterten Hin-Her-Rettungsversuch und schließlich dem Ende mit Ewigkeitsanspruch, das nur mehr einen Nachgeschmack erfüllender Leere hinterlässt.

Intro: Öffnung und Versprechen, Hingabe

All I have, I will give to you
And at times when no one wants to
I will give you me
And we’ll be
Us
And there’s no one else
(Our Song)

And with words unspoken
A silent devotion
I know you know what I mean
And the end is unknown
But I think I’m ready
As long as you’re with me
(Angels)

Entrée: Hin-Her, Restart im Zeichen der Ungewissheit

And if we try once more
Would you give me it all?
I won’t believe it
Till I can feel it, can you feel it?
(Try)

Lead: Danach

I always thought it was sad
That we act like strangers
After all that we had
We act like we had never met
I always thought it was a shame
That we have to play these games
I felt like you really knew me
Now it feels like you see through me
(Sunset)

Coda: Reflexion

Did I hold you too tight?
Did I not let enough light in?
(Chained)

Ein Knistern im Dunklen

Tintentränen aus den Federn von Gitarristin Romy Croft und Bassist Oliver Sim, die einer eleganten Kühlschrank-Erotik mit ihrem reduzierten und doch gleichzeitig intensiven Gesang ein elektrifizierendes Knistern verleihen.
Coexist ist ein Album für die Nacht, zu fragil für die unsensible Sonnen-Rampensau, deren Licht schon bei kleinster Berührung die ziselierte Struktur zerschlägt.
Das The xx-trademarkig hallende Glocken-Gitarrenspiel verschmilzt mit minimalistischen Clubsounds und Ambient-Tönen. Es ist wie das Eintauchen in den Klangdunst eines Dancefloors nach 5 Uhr in der Früh, wenn die Sinne sich wieder zu Wort melden und langsam das Licht wieder die Netzhaut blendet.

Hin und wieder kratzt sich skelletierter Dubstep rein. “Reunion” kreist um eine karibische Steel Pan. “Swept away” bedient sich eines minimalistischen House-Rhythmus und würde – über die entsprechende Soundanlage abgespielt – großartig zu gedankenverlorenen Tanzbein-Stimuli führen können. “Fiction” zitiert düsteren Dark Wave aus vergangener Föhnfrisur-Zeit. Und “Tides” wird nach einem zögerlichen Anfang beinahe zur Ruhestörung, die hier allerdings gefällt, wenn markige Hop-Hop-Beats einmal etwas vehementer Aufstampfen.

Generell lässt Coexist die auf xx noch omnipräsente DIY-Ästhetik etwas hinter sich und wirkt damit beinahe wie die selbstbewusstere große Schwester.

Virale Geburt

Coexist wurde auf einer eigens dafür eingerichteten Website als Stream zugänglich gemacht. Startend mit einem einzigen Hörer, dem Auserwählten, der in einem Spread the word-Verfahren die Frohbotschaft in die Welt schickte. Seitencrash inklusive – Archaik des Fortschritts. Die Share-Bewegungen der Hörer lassen sich auf der interaktiven Weltkarte nachverfolgen und erinnern nicht von ungefähr an Sternbilder.
Nachtmusik – schon vergessen?

In all seiner Zerbrechlichkeit ist Coexist unglaublich versöhnend, wenn man sich an zwei Regeln hält: Störquellen eliminieren und nicht vor Sonnenuntergang hören.

Schlüssel-Momente: Angels, Tides, Unfold, Swept Away

“Coexist” ist Anfang September 2012 bei Young Turks / XL Recordings erschienen


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