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Design-Fehler: Warum der Markt für Staatsanleihen versagt.

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Design-Fehler: Warum der Markt für Staatsanleihen versagt.

24. Juni 2012 19:55 Bisher keine Kommentare

Staaten finanzieren sich eigentlich über Steuereinnahmen. Doch wenn sie mehr ausgeben wollen (oder müssen) als sie vom Steuerzahler erhalten, nehmen auch Staaten Kredite auf.

Das machen sie, indem sie Staatsanleihen anbieten. Jeder kann die kaufen, in großen Mengen tun das aber hauptsächlich Pensionskassen, Banken und Investmenthäuser. »Die Märkte« also.

Staatsanleihen sind dabei nichts anderes als Schuldverschreibungen, die dem Käufer nach einer bestimmten Laufzeit die volle Rückzahlung seines Geldes versprechen – und während der Laufzeit eine gewisse Verzinsung.

Die Laufzeit kann wenige Wochen bis mehrere Jahrzehnte lang sein. Währenddessen kann der Staat mit dem Geld des Anleihenkäufers seine Budgetlöcher stopfen, dafür zahlt er ihm letztlich mehr zurück als anfangs ausgeliehen.

Risiko & Zins

Wie viel mehr der Staat zurückzuzahlen hat, hängt davon ab, wie hoch das Risiko eingeschätzt wird, dass dieser Staat am Ende der Laufzeit pleite sein könnte. Deshalb kann Norwegen fast umsonst Geld borgen und Griechenland muss seine Häfen verkaufen, um noch die Kreditzinsen zahlen zu können.

Rating & freier Markt

Wie hoch das Risiko ist, wird widerum von den Rating-Agenturen festgesetzt. Wenn die sagen, ein Staat ist weniger keditwürdig als bisher, muss dieser Staat bei der nächsten Auktion seiner Anleihen einen höheren Zinssatz anbieten als bisher. Sonst kauft die keiner.

Der Anleihenkäufer lässt sich also das Risiko für den Verlust seines Geldes in Form eines Aufschlages bezahlen – basierend auf der Einschätzung der Rating-Agenturen. Der Preis, zu dem sich ein Staat finanzieren kann, wird also vom »freien Markt« ermittelt.

Und der funktioniert ja immer. Wahrscheinlich wird das sogar immer noch in Schulen erzählt: Je freier ein Markt, desto flexibler und schneller kann er Probleme lösen. Aber was, wenn es Märkte gibt, die eingebaute Design-Fehler haben und deshalb mehr Teil des Problems als Teil der Lösung sind?

Der Design-Fehler

Die Staatsfinanzierung über Anleihen am freien Markt ist so ein Fall.

Dieser Markt versagt nämlich fast schon strukturell, sobald kleine Gewitterwolken am Finanzhimmel auftauchen. Warum? Weil er nicht immer den richtigen Preis findet, sondern oft den für alle Beteiligten falschen.

Spanien: Schuldenstaat ohne Schulden

Wenn Spanien 4% Zinsen auf Staatsanleihen zahlen muss, ist das finanzierbar. Wenn dort aber ein paar Banken zu crashen drohen, weil sie eine Immobilienblase finanziert haben, beginnen die Rating-Agenturen auch die Bonität des Staates herabzustufen, nicht nur jene der Problembanken. Sind ja systemrelevant, Spanien wird sie daher retten und dafür viel Geld ausgeben müssen.

Ein Staat, der niedriger verschuldet ist als Deutschland & Österreich, kriegt nun also von einem privatwirtschaftlichen Finanzmarkt 7% Zinsen aufgebrummt (Deutschland: 1,5%), weil er privatwirtschaftliche Finanzinstitute rettet – und gerät erst dadurch selbst in finanzielle Probleme.

Der hohe Zinssatz, der ein vermeintliches Risiko ausgleichen sollte, sorgt eigentlich erst dafür, dass so richtig Risiko entsteht. Mit dieser neuen, negativen Perspektive, ist dann – eh klar! – auch kein ordentliches Rating mehr zu bekommen. So dreht sich der Krisen-Kreisel weiter und weiter. Bergab, versteht sich.

Selbstverstärkender Prozess

Die Ironie dabei: Weder für den Staat noch für die Anleihenkäufer findet der Markt den richtigen Zinssatz! Denn 7% sind für den Staat zu viel, und für die Anleihenkäufer zu wenig, nachdem die 7% nun für wirkliche Probleme gesorgt haben. Eine sich selbst verstärkende Rückkopplung, der man – erst ein mal in Gang gesetzt – immer hinterher laufen wird.

Dass dieses System fehlerhaft ist, zeigt eine einfache Analogie: Wer sein Auto versichert und öfter mal Unfälle baut, zahlt mehr. Weil das Risiko für die Versicherung offensichtlich höher ist als bei unfallfreien Fahrern. Der Clou dabei: Die Erhöhung der Prämie hat keine direkte Auswirkung auf die Fahrsicherheit. Die Abgeltung des Risikos ist eine vom eigentlichen Risiko abgekoppelte Maßnahme.

Lose-Lose

Anders bei den Staatsanleihen: Hier löst die Abgeltung eines erhöhten Risikos eine erneute Erhöhung des Risikos aus. Es ist, als käme die KFZ-Versicherung auf die Idee, sich gegen ein hohes Unfallrisiko absichern zu wollen, indem sie die Bremsen aus dem Auto ausbaut und als Sicherheit einbehält. Im Schadensfall können sie dann veräußert werden um den Verlust der Versicherung zu decken. Das Ergebnis: 100% Crash-Wahrscheinlichkeit und letztendlich zu wenig Geld aus dem Bremsenverkauf, um einen Schaden, der durch das Fahren ohne Bremsen entstehen wird, decken zu können.

Die Vorstellung ist natürlich absurd. Versicherungen können einem nicht die Bremsen ausbauen. Immerhin ist der Straßenverkehr etwas, wofür es Regeln gibt.


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